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	<title>Carapetyan &#38; Krämer – International Marketing Communications</title>
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	<description>Entwicklungen und Tendenzen in der Fachpresse bzw. in Fachzeitschriften</description>
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		<title>Seltsame Wertversprechen</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 12:33:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Der Markt für kostenlose Seniorenmagazine boomt. Warum traut sich kaum ein Verlag, dafür Geld zu verlangen?“, fragt jetzt die Süddeutsche Zeitung. Tja, dieser Trend ist mit Blick auf die Fachzeitschriften gar nicht so neu. „Im Zeitraum von elf Jahren sank … der Anteil der verkauften Auflage an diesen Exemplaren [der Jahres-Gesamtauflage – d. Red.] von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Der Markt für kostenlose Seniorenmagazine boomt. Warum traut sich kaum ein Verlag, dafür Geld zu verlangen?“, fragt jetzt die <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/seniorenmagazine-der-siegeszug-der-rentner-bravo-1.1127996">Süddeutsche Zeitung</a>. Tja, dieser Trend ist mit Blick auf die Fachzeitschriften gar nicht so neu. „Im Zeitraum von elf Jahren sank … der Anteil der <strong>verkauften</strong> Auflage an diesen Exemplaren [der Jahres-Gesamtauflage – d. Red.] von 58 Prozent auf nunmehr 45 Prozent ab“, schreibt das <a href="http://www.presseforschung.de/struktur/fachpresse.htm">Wissenschaftliche Institut für Presseforschung und Medienberatung </a>unter Berufung auf Zahlen des Interessenverbandes Deutsche Fachpresse. Deutlich mehr als jedes zweite Fachpresse-Exemplar wird also kostenlos unters Fachpublikum gebracht. Für die Leser klingt das zunächst nach paradiesischen Zuständen. Manche Journalisten finden das allerdings eher nicht so lustig. <span id="more-232"></span>Es erscheine ihm doch „als ein etwas seltsames Wertversprechen“, wenn selbst der einfachste Kaffee bei Starbucks schon teurer sei als das eigene Magazin, sagte der amerikanische Journalist David Remnick mal in einem <a href="http://blogs.sueddeutsche.de/feuilletonist/2010/10/06/david-remnick/">Interview</a>. So wurde sein eigenes Blatt lange Zeit im Abo für einen Dollar verscherbelt (immerhin, wird mancher deutsche Fachzeitschriften-oder Seniorenmagazin-Verleger jetzt denken), während man am Kiosk für dasselbe Magazin allen Ernstes das Fünffache hinblättern musste. Und wir reden hier nicht über irgendein Blatt aus der Prärie. Remnick ist Chefredakteur des <a href="http://www.newyorker.com/">New Yorker</a>, des vermutlich intellektuellsten Stadtmagazins der Welt, das obendrein im Ruf steht, Fakten rigoroser zu prüfen als jedes andere journalistische Medium. Und das alles für nur einen Dollar? Ähem. Woran liegt es nun, dass Seniorenmagazine umsonst sind? „Wenn ein Heft kostenlos ausliegt, ist die psychologische Hemmschwelle offenbar geringer“, vermutet die SZ. Klar, wer möchte sich schon seinem Kioskbesitzer gegenüber als „Oldie“ outen. Doch seltsam: Besonders viel Werbung gibt es in den Seniorenmagazinen auch nicht, hat die SZ festgestellt. Das Geschäftsmodell beruhe auf den jeweiligen Online-Seiten, die sich als Service-Internetportale gerieren. Man sollte mal genau hinschauen, ob das wirklich funktioniert. Aber dann ist es vielleicht ein überlegenswerter Ansatzpunkt für Fachzeitschriften: Die Print-Ausgabe als Teaser für Online-Angebote, mit denen sich tatsächlich Geld verdienen lässt.<br />
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		<title>Ausgezeichnet?</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 12:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine ausgezeichnete Fachzeitschrift bietet ausgezeichneten Journalismus? Oder ist es vielleicht umgekehrt: Ausgezeichneter Fachjournalismus führt zu einer ausgezeichneten Fachzeitschrift? Irgendeinen Zusammenhang denkt man sich jedenfalls landläufig zwischen beiden Dingen. Auf kuriose Ergebnisse stößt man dann allerdings, wenn man sich die Awards Fachmedien des Jahres und Fachjournalisten des Jahres einmal über einen längeren Zeitraum hinweg anschaut. Beide Preise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine ausgezeichnete Fachzeitschrift bietet ausgezeichneten Journalismus? Oder ist es vielleicht umgekehrt: Ausgezeichneter Fachjournalismus führt zu einer ausgezeichneten Fachzeitschrift? Irgendeinen Zusammenhang denkt man sich jedenfalls landläufig zwischen beiden Dingen. Auf kuriose Ergebnisse stößt man dann allerdings, wenn man sich die Awards <a href="http://www.deutsche-fachpresse.de/no_cache/singlenews1/back/145/page/1/news/fachmedien-des-jahres-2011-der-deutschen-fachpresse-die-sieger-stehen-fest/">Fachmedien des Jahres</a> und <a href="http://www.deutsche-fachpresse.de/no_cache/singlenews1/back/145/page/1/news/fachjournalisten-des-jahres-2011-praemiert/">Fachjournalisten des Jahres</a> einmal über einen längeren Zeitraum hinweg anschaut.<span id="more-227"></span> Beide Preise werden vom Interessenverband <a href="http://www.deutsche-fachpresse.de/">Deutsche Fachpresse</a> verliehen, so dass tatsächlich eine Art Vergleichbarkeit gegeben ist. Obwohl die Anzahl der Awards bei den Fachtiteln inzwischen ausufert (<a href="http://www.carapetyan.de/2010/06/02/ein-award-fur-jeden-sechsten-titel/#more-169">wir haben darüber berichtet</a>), findet der prämierte Journalismus weitgehend nicht bei den Preisträgern statt. Besonders engagiert sind offenbar die Journalisten des <a href="http://www.juve.de/rechtsmarkt">Juve Rechtsmarkts</a>. Seine Autorinnen und Autoren haben es in den letzten fünf Preisverleihungen sensationellerweise stets aufs Siegertreppchen geschafft – und in den letzten drei Jahren waren sie immer ganz oben. Für die Fachzeitschrift selbst fiel während dieser Zeit kein einziger Preis ab. Immerhin erfreulich: In einigen wenigen Fällen gab es tatsächlich Überschneidungen, so etwa bei <a href="http:///www.absatzwirtschaft.de/CONTENT/">Absatzwirtschaft</a>, <a href="http://www.topagrar.com/magazin/magazin_339894.html">top agrar</a> und <a href="https://www.baumeister.de/Aktuelles-Heft.html">Baumeister</a>. Sehen wir es mal positiv: Guter Fachjournalismus gedeiht auch in Titeln, die sich nicht ständig und ausschließlich Gedanken über „ausgezeichnete“ Vermarktungskonzepte machen. Sondern wo tatsächlich gilt: „Content is king“.<br />
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		<title>Bauer sucht Pool</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 15:32:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angeblich soll man ja nur den Statistiken trauen, die man selbst gefälscht hat. Aber manchmal findet man auch fremde Statistiken, die sind so kurios, dass man kaum an eine Fälschung (von wem auch immer) glauben mag. So zum Beispiel Die Top 20 der Fachmedienangebote im Internet für den Monat Dezember, ermittelt von der IVW. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angeblich soll man ja nur den Statistiken trauen, die man selbst gefälscht hat. Aber manchmal findet man auch fremde Statistiken, die sind so kurios, dass man kaum an eine Fälschung (von wem auch immer) glauben mag. So zum Beispiel <a href="http://www.deutsche-fachpresse.de/fileadmin/allgemein/bilder/branchenwissen/IVW_Dezember_2010.pdf">Die Top 20 der Fachmedienangebote</a> im Internet für den Monat Dezember, ermittelt von der IVW. Auf Platz 1 liegt – noch wenig überraschend – der <a href="http://www.heise.de">Heise Verlag</a>, der allerdings mit IT-Publikationen wie dem „c’t magazin“ ja auch eine überaus internetaffine Leserschaft hat. Was folgt jedoch auf Platz 2 mit immerhin zwei Millionen Visits (und damit doppelt so vielen Visits wie der Drittplatzierte)? Man reibt sich verwundert die Augen. <span id="more-211"></span>Die Silbermedaille geht an das Fachmagazin <a href="http://magazin.traktorpool.de/index.php?language=de">Traktorpool</a>. Jawohl. Gut, auch diese Statistik ist mit gewisser Vorsicht zu genießen (s. o.). So erfasst sie zum Beispiel nur Fachzeitschriften, die auch dem Verband Deutsche Fachpresse angehören. Dennoch, tolle Leistung, wenn man bedenkt, welche Magazine <a href="http://magazin.traktorpool.de/index.php?language=de">Traktorpool </a>so auf die hinteren Plätze verdrängt hat: <a href="http://www.aerzteblatt.de/">Deutsches Ärzteblatt</a>, <a href="http://www.horizont.net/">Horizont</a>, <a href="http://www.lebensmittelzeitung.net/">Lebensmittelzeitung</a>, <a href="http:///www.aerztezeitung.de/">Ärztezeitung </a>usw. Bei genauerem Hinsehen allerdings zeigt sich jedoch, dass der (oder das? oder die?) Traktorpool den Begriff Fachzeitschrift arg strapaziert. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter eine vierseitige Beilage der Zeitschrift <a href="http://www.profi.de/">profi – dem führenden Landtechnik-Magazin</a> und besteht ausschließlich aus Anzeigen für gebrauchte Traktoren und andere Landmaschinen. Das entsprechende Internet-Angebot gibt es im Grund gar nicht. Es ist wiederum einfach nur die vierseitige Beilage im PDF-Format. Die Zukunft der Fachzeitschriften sieht hoffentlich anders aus. Trotzdem: Respekt. Monat für Monat fast zwei Millionen Visits muss man erst einmal erreichen, erst recht mit Traktoren.<br />
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		<title>Sex statt Treppenlift</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 14:59:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt sie noch, die zündenden Ideen für neue Fachzeitschriften. Und hin und wieder entdecken sogar wir noch Lücken im ansonsten unübersichtlichen Blätterwald. Wie wäre es zum Beispiel mit … Aber halt, bevor wir ins Detail gehen, müssen wir etwas weiter ausholen. Wie heißt gleich noch mal die auflagenstärkste Zeitschrift der USA? Reader’s Digest? Hm, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt sie noch, die zündenden Ideen für neue Fachzeitschriften. Und hin und wieder entdecken sogar wir noch Lücken im ansonsten unübersichtlichen Blätterwald. Wie wäre es zum Beispiel mit … Aber halt, bevor wir ins Detail gehen, müssen wir etwas weiter ausholen. Wie heißt gleich noch mal die auflagenstärkste Zeitschrift der USA? Reader’s Digest? Hm, nicht schlecht. Doch leider nicht richtig. Schafft durchschnittlich „nur“ schlappe 7,6 Millionen Exemplare pro Ausgabe. Aber das <a href="http://www.aarp.org/magazine/">AARP Magazine </a>hat eine Auflage von 24 Millionen Exemplaren und ist nach eigenen Angaben „the world&#8217;s largest-circulation magazine“ mit mehr als 47 Millionen Empfängern. Dass daraus nun tatsächlich auch Leser wurden, hat etwas mit einem Relaunch zu tun.</p>
<p><span id="more-204"></span>Noch vor kurzem trug der Titel den leicht anrüchigen Namen Modern Maturity (also „Moderne Reife“). Das klingt nach Kontaktanzeigen der spezielleren Art oder einer Fachzeitschrift für Käsereien, war aber in Wirklichkeit das Mitteilungsblatt der AARP, der American Association of Retired Persons, also der US-Rentner. Das ist es immer noch, auch wenn der neue Titel zugegebenermaßen jetzt deutlich langweiliger klingt. Dafür hat es der ebenfalls neue Inhalt in sich. Denn statt der sonst üblichen Geschichten über Rheumamittel, Treppenlifte und Blasenschwäche gibt es jetzt Storys wie z. B. „Kristen Bell, Jamie Lee Curtis, and Betty White on sex, love, and &#8230; staying hot“, oder „Music to put you in the mood &#8211; From Frank Sinatra to Sam Cooke, here&#8217;s a playlist of songs that will spark the passion“ und “Up in the air &#8211; Blast off on a photo tour of a zero gravity flight”. Und aufs Cover schaffen es nur noch Leute wie, na klar, Bruce Springsteen (tja, auch schon 60). Diese neuen Themen liegen eigentlich auf der Hand, wenn man sich die heutigen „Senioren“ mal anschaut. „Viele von ihnen tun Dinge, die wir eher von 20-Jährigen erwarten würden“, hat ja auch die <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/511825">Süddeutsche Zeitung </a>schon erstaunt festgestellt.</p>
<p>Nun kann man einen Titel wie das AARP Magazine ja nicht ernsthaft als Fachzeitschrift bezeichnen (hätte also hier nichts verloren). Aber wenn man sieht, wie schwer sich deutsche Medien oder sagen wir lieber: wie schwer sich fast alle Branchen mit dieser Zielgruppe tun, dann liegt es eigentlich auf der Hand: Ihnen allen fehlt eine fundierte Fachzeitschrift. So wie es zum Beispiel Fachzeitschriften mit dem Titel „Krankenhausmanagement“, „Frachtmanagement“, und „Flottenmanagement“ gibt, würde die Fachzeitschrift „Seniorenmanagement“ genau diese Lücke schließen. Wer jetzt lacht, und denkt: Na, so wie an deutschen Unis die Zahl der Gerontologie-Lehrstühle ständig wächst, wird es schon irgendeine wirklich interdisziplinäre Fachzeitschrift mit diesem Thema geben. Tut es aber nicht. 2006 hat Wikipedia übrigens gleich den ganzen Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Seniorenmanagement&amp;action=edit&amp;redlink=1">Seniorenmanagement </a>gestrichen, wegen angeblich fehlender Relevanz. Fehlende Relevanz? Wenn sich Wikipedia da mal nicht täuscht.<br />
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		<title>Was Studien so ergeben</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 09:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fast neun von zehn „Professionellen Entscheidern“ nutzen Fachzeitschriften. Das ist doch einmal eine starke Aussage, die die Bedeutung dieser Mediengattung untermauert, denkt man sich. Und es kommt scheinbar sogar noch besser: „Die Print-Online-Kombination von Fachmedien erreicht eine außerordentlich hohe Nutzung von 91 Prozent.“ Auf den zweiten Blick werden die Ergebnisse dieser Studie, die die „Deutsche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast neun von zehn „Professionellen Entscheidern“ nutzen Fachzeitschriften. Das ist doch einmal eine starke Aussage, die die Bedeutung dieser Mediengattung untermauert, denkt man sich. Und es kommt scheinbar sogar noch besser: „Die Print-Online-Kombination von Fachmedien erreicht eine außerordentlich hohe Nutzung von 91 Prozent.“ Auf den zweiten Blick werden die Ergebnisse dieser Studie, die die „Deutsche Fachpresse“ unter dem Titel <a href="http://www.deutsche-fachpresse.de/457/">B2B-Entscheideranalyse 2010</a> veröffentlicht hat, allerdings deutlich zweideutiger. <span id="more-183"></span>Die entsprechende Frage zu oben genannter Antwort lautete: „Nutzung von B-to-B-Medien: Welche Informationsquellen wurden in den letzten 12 Monaten beruflich genutzt?“ Als Auswahlmöglichkeit gab es neben den Fachzeitschriften aber nur die Stichworte Hersteller-Websites, Außendienst, Direktwerbung, Fachmedien online, Fachmessen. Aber warum werden lediglich „Hersteller-Websites“ abgefragt, nicht jedoch zum Beispiel Blogs, Foren, soziale Netzwerke und ähnliche Angebote im Internet? Oder das Internet an sich? Weil es kein Medium ist? Dann wäre allerdings auch fraglich, ob man einen „Außendienst“ oder „Direktwerbung“ wirklich als Medium bezeichnen kann. Außerdem leiten Fachmedien gemäß dieser Studie „85 Prozent der Professionellen Entscheider auf Hersteller-Websites“. Das klingt wahnsinnig toll. Aber je öfter man den Satz liest, desto unklarer wird, was eigentlich damit gemeint sein soll.</p>
<p>Etwas ehrlicher erscheint uns in dieser Hinsicht dagegen die <a href="http://www.abisz.genios.de/r_fachpresse/daten/dd/20100506/051006021.html">Umfrage</a>, die der Deutsche Drucker zusammen mit dem FMP und Value-Netzwerk vor ein paar Monaten mit einer ähnlichen Fragestellung durchgeführt hat. Die Befragten waren Druck- und Mediendienstleister sowie Printbuyer. Sie listet nicht nur deutlich mehr Antwortmöglichkeiten auf (hier sinnvollerweise nicht als Medien, sondern als Informationskanäle bezeichnet), sondern ist auch transparenter bei den abgegebenen Antworten. Und siehe da: Beim Kriterium „regelmäßige Nutzung“ vorne liegen nicht etwa die Fachmedien, sondern das Internet an sich, und nimmt man Foren, Blogs und Soziale Netzwerke hinzu, wird der Abstand sogar noch größer. Wenn man sein eigenes Medienverhalten am Arbeitsplatz zu Grunde legt, kann das eigentlich nicht verwundern. Den Stellenwert oder die Bedeutung einer gut gemachten Fachzeitschrift muss die rein mengenmäßige Betrachtungsweise jedoch nicht unbedingt verringern.</p>
<p>Gut, die Studie der Deutschen Fachpresse kommt auch noch zu dem Ergebnis, dass Fachzeitschriften vergleichsweise glaubwürdig, neutral und seriös sind, dass sie häufiger als andere „Medien“ (also als der Außendienst zum Beispiel) neue Trends und Entwicklungen aufzeigen und bessere Markttransparenz schaffen. Aber wenn Fachzeitschriften bei diesen Punkten, ihren ureigensten USPs, nicht vorne lägen, dann hätte ohnehin ihr letztes Stündlein geschlagen. Was sollten sie sonst bieten? Zerstreuung am Arbeitsplatz? Unterhaltung für die Kaffeepause? Poster für den Spind? Als Momentaufnahmen ist das Studienergebnis deshalb kaum umwerfend. Wir sind aber gespannt, wie sich die Werte 2011 oder 2012 absolut und auch relativ gesehen zu anderen „Medien“ entwickeln werden – dann aber bitte zu allen relevanten Informationsquellen.<br />
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		<title>Neuigkeit mit Bart</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 15:39:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[„Kein perfekter Schnitt“ schlagzeilte news.de am 29. Juni 2010 (okay, keine Fachzeitschrift, aber trotzdem mal interessant) und verwies auf einen  Heckenscheren-Test der Stiftung Warentest. Der wurde im Folgenden und in aller Ausführlichkeit abgehandelt – man kann auch sagen: wortwörtlich, was die Recherche ungemein erleichterte. Und die ergab, was der Beitrag weder im Kleingedruckten noch zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Kein perfekter Schnitt“ schlagzeilte <a href="http://www.news.de/ratgeber/855063168/kein-perfekter-schnitt/1/">news.de am 29. Juni 2010</a> (okay, keine Fachzeitschrift, aber trotzdem mal interessant) und verwies auf einen  Heckenscheren-Test der Stiftung Warentest. Der wurde im Folgenden und in aller Ausführlichkeit abgehandelt – man kann auch sagen: wortwörtlich, was die Recherche ungemein erleichterte. Und die ergab, was der Beitrag weder im Kleingedruckten noch zwischen den Zeilen preisgab, dass besagter Test bereits im Mai 2005 stattgefunden hatte. Und da sage noch einer, Online-News seien schneller! Und es ist beileibe nicht so, dass news.de keine Redaktion hätte. Die scheint nach dem Impressum zu urteilen, sogar ziemlich opulent besetzt zu sein. Warum es bei uns so lange gedauert hat, das hier zu veröffentlichen? Wir haben die Quelle kritisch geprüft, einen Kommentar eingestellt und eine Mail an die Redaktion geschickt, um ein Feedback zu erhalten. Naja, bis heute haben wir noch keine Antwort. Weitere fünf Jahre wollen wir aber auch nicht warten. Wer weiß, vielleicht ist die Redaktion ja schon wieder Großem auf der Spur – getreu dem Motto: News you can abuse.<br />
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		<title>Lästige Schmarotzer</title>
		<link>http://www.carapetyan.de/2010/06/30/lastige-schmarotzer/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 08:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wir können Sie nicht auch noch mit durchschleppen!“ Wenn der Geschäftsführer eines führenden Unternehmens der Druckindustrie so gegenüber einer renommierten Fachzeitschrift auftritt, dann scheint etwas aus dem Ruder zu laufen. Aber vielleicht ist es ja einfach so: Die Krise bringt manchmal den wahren Charakter ans Tageslicht. Zugegeben, die Druckindustrie wurde von der Krise wirklich arg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Wir können Sie nicht auch noch mit durchschleppen!“ Wenn der Geschäftsführer eines führenden Unternehmens der Druckindustrie so gegenüber einer renommierten Fachzeitschrift auftritt, dann scheint etwas aus dem Ruder zu laufen. Aber vielleicht ist es ja einfach so: Die Krise bringt manchmal den wahren Charakter ans Tageslicht. <span id="more-172"></span>Zugegeben, die Druckindustrie wurde von der Krise wirklich arg gebeutelt. Das konnte nicht ohne Auswirkung auf die Anzeigenschaltungen in der Fachpresse bleiben. Die Verlage finden das natürlich nicht so toll, jammern aber auch nicht über die Maßen – die stark zyklische Druckindustrie und ihre Fachmedien sind Kummer gewohnt.</p>
<p>Jeder darf selbstverständlich die Meinung vertreten, dass Anzeigen, PR und überhaupt jede Form der Kommunikation überflüssig sind (obwohl es schwierig werden dürfte, nicht zu kommunizieren). Der Satz: „Wir können Sie nicht auch noch mit durchschleppen“, vergleicht Medien jedoch mit lästigen Schmarotzern, die es schnell loszuwerden gilt. Das ist ein kommunikativer Gau, bei dem jeder Pressestelle die Haare zu Berge stehen müssten. Aber gut, die hat davon nichts mitbekommen. Denn sie muss ja jeden zweiten Tag eine neue Pressemitteilung produzieren, die dann von den vermeintlichen (und hoffentlich freundlichen) Schmarotzern veröffentlicht werden sollen. Viel Erfolg dabei!<br />
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		<title>Ein Award für jeden sechsten Titel</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 13:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Durchaus löblich ist das Engagement des Verbandes „Deutsche Fachpresse“, die Fachmedien des Jahres zu küren. Ein bisschen erstaunlich ist dann nur die Resonanz: Gut und gerne 6.000 Fachzeitschriften gibt es in Deutschland. Von denen glauben nur ganze 80 Titel, dass sie prämierungswürdig sind. Jedenfalls haben sich nur so viele beworben um diesen Branchenaward. Das sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durchaus löblich ist das Engagement des Verbandes „Deutsche Fachpresse“, die <a href="http://www.deutsche-fachpresse.de/no_cache/singlenews1/back/145/news/award-fachmedien-des-jahres-2010-der-deutschen-fachpresse-sieger-stehen-fest/">Fachmedien des Jahres </a>zu küren. Ein bisschen erstaunlich ist dann nur die Resonanz: Gut und gerne 6.000 Fachzeitschriften gibt es in Deutschland. Von denen glauben nur ganze 80 Titel, dass sie prämierungswürdig sind. Jedenfalls haben sich nur so viele beworben um diesen Branchenaward. Das sind noch nicht einmal anderthalb Prozent. Dabei waren die Gewinnchancen exorbitant hoch: Es wurde nicht etwa ein einziger Preis vergeben, sondern 14 Preise in 12 Kategorien. Also jeder sechste teilnehmende Titel erhielt den Award „Fachmedium des Jahres“.<span id="more-169"></span></p>
<p>Über die Gewinner lässt sich – wie bei jedem Award – in manchen Fällen trefflich streiten. <a href="http://www.absatzwirtschaft.de/Content/default.aspx">Absatzwirtschaft </a>(Kategorie Marketing), <a href="http://www.process.vogel.de/">Process </a>(Chemie/Kunststoffe) oder <a href="http://druck-medien.net/">Druck &amp; Medien </a>(Handwerk/Gewerbe) haben den Award zweifellos verdient. Etwas bedenklich bei der Sache: Mindestens ein Verlag unter den 14 Preisträgern gehört zu den Vorreitern, wenn es darum geht, redaktionelle Inhalte eng mit Anzeigenschaltungen zu koppeln. Ob das beim prämierten Titel der Fall ist, können wir derzeit nicht beurteilen. Aber gut, die Kriterien für die Jury lauteten u. a. „Textqualität, Verständlichkeit, Stilmittel, Leserführung, Zielgruppenrelevanz und grafische Gestaltung“. Nach „redaktioneller Unabhängigkeit“ wurde nicht gefragt.<br />
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		<title>Wir sind so frei</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 07:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Angst um die Vielfalt der deutschen Fachzeitschriften braucht derzeit niemand zu haben – schrieben wir schon vor ein paar Tagen. Das wird grundsätzlich jetzt auch bestätigt durch die ganz aktuellen Zahlen der Deutschen Fachpresse, der Interessenvertretung der deutschen Fachverlage, für das abgelaufene Jahr. Natürlich gingen die Erlöse aus dem klassischen Zeitschriftengeschäft erwartungsgemäß zurück – um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angst um die Vielfalt der deutschen Fachzeitschriften braucht derzeit niemand zu haben – schrieben wir schon vor ein <a href="http://www.carapetyan.de/2010/04/29/kahlschlag-im-blatterwald/">paar Tagen</a>. Das wird grundsätzlich jetzt auch bestätigt durch die ganz <a href="http://www.deutsche-fachpresse.de/no_cache/singlenews1/back/145/news/ergebnisse-der-fachpresse-statistik-2009-jetzt-online/">aktuellen Zahlen </a>der Deutschen Fachpresse, der Interessenvertretung der deutschen Fachverlage, für das abgelaufene Jahr. Natürlich gingen die Erlöse aus dem klassischen Zeitschriftengeschäft erwartungsgemäß zurück – um 10,9 %. Das ist gewiss schmerzlich. Aber angesichts der harten Budgetkürzungen in vielen Unternehmen nimmt sich dieser Rückgang noch als relativ bescheiden aus. Wenn man die Entwicklung der Fachverlage betrachtet, sieht das Bild noch besser aus: Dann gibt es nur einen Rückgang um 4,2 Prozent, da z. B. die Erlöse durch digitale Medien deutlich gestiegen sind. Bei genauer Betrachtung sind den Zahlen allerdings deutliche Warnhinweise zu entnehmen.<span id="more-165"></span></p>
<p>Denn wahr ist auch: Das Geschäft mit Anzeigen brach deutlich ein, um 17,4 Prozent. Die Vertriebserlöse haben sich dagegen lediglich um 4,9 Prozent verringert – nachdem sie seit 2001 nahezu kontinuierlich leicht gewachsen waren. Vertriebserlöse scheinen über lange Zeiträume und auch über Krisen hinweg recht stabil zu bleiben – ein starker Anker in rauer See. Dummerweise erzielen viele Fachzeitschriften aber gar keine Vertriebserlöse, sie werden kostenlos verteilt – vielleicht weil andernfalls die meisten Leser sagen würden: „Dankeschön, kein Bedarf“? Komisch, dass viele Verlage darüber jammern, wie das Internet eine Kultur der unbezahlten Inhalte fördert. Sie selbst machen es ja seit vielen Jahren vor.</p>
<p>Aber die werbetreibende und kommunikationsaktive Industrie hat auf Dauer vermutlich mehr Interesse daran, Leser zu erreichen, die die Fachzeitschriften wirklich lesen (und deshalb bezahlen), als einfach nur an einer hohen Auflage (deren Verbleib und Nutzung künftig wahrscheinlich stärker hinterfragt wird). Warum sollten exklusive, gut recherchierte oder zumindest gut aufbereitete Fachinhalte keine Käufer finden? Das mag für viele Verlage zunächst ein steiniger Weg sein – aber er scheint langfristig die besseren Aussichten zu versprechen.<br />
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		<title>Titelseitig abwegig</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 13:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Titelseiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum haben viele Fachzeitschriften eigentlich so schlechte Titelseiten? Ein flüchtiger Leser könnte oftmals den Eindruck bekommen, hier handelt es sich gar nicht um ein journalistisches Produkt, sondern um einen Katalog. Klar, oftmals müssen sich Fachzeitschriften nicht am Kiosk verkaufen. Sie müssen dort nicht schreien: „Kauf mich!“ Und immer mehr Fachzeitschriften gehen dazu über, ihre Titelseiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum haben viele Fachzeitschriften eigentlich so schlechte Titelseiten? Ein flüchtiger Leser könnte oftmals den Eindruck bekommen, hier handelt es sich gar nicht um ein journalistisches Produkt, sondern um einen Katalog. Klar, oftmals müssen sich Fachzeitschriften nicht am Kiosk verkaufen. Sie müssen dort nicht schreien: „Kauf mich!“ Und immer mehr Fachzeitschriften gehen dazu über, ihre Titelseiten zu verkaufen.</p>
<p>Aber was denken sich viele Redaktionen, Marketingabteilungen und, jawohl, auch Agenturen dabei, ihre neuesten Produkte so schlecht darzustellen: manchmal völlig freigestellt, zumindest bar jeder realitätsnahen Umgebung, zum Teil ergänzt durch völlig deplatziert wirkende Personen, die mit einem der Welt entrückten Blick uns weismachen wollen, beim Bedienen dieses Produktes einen Orgasmus-ähnlichen Zustand zu erleben? <span id="more-158"></span>Bei Autos und anderen emotional aufladbaren Produkten kann man das noch nachvollziehen. Aber bei Aktenshreddern, Tintenstrahldruckern und Abfüllanlagen? Wohl wahr, es gibt immer wieder recht gelungene Beispiele wie etwa bei der <a href="http://www.verpackungsrundschau.de">Verpackungsrundschau</a>, die zeigen, dass man auch Maschinen ästhetisch gelungen präsentieren kann (zwar nicht immer, aber immer öfter).</p>
<p>Warum spielen eigentlich Menschen auf Titelseiten eine so geringe Rolle, obwohl jeder Journalist weiß, dass sie Hingucker sind? Schon klar, eine Fachzeitschrift ist nicht „Bunte“ oder „Gala“. Aber in allen Branchen gibt es z. B. Macher, die eine lesenswerte Meinung zu bestimmten Entwicklungen haben und die Märkte bewegen. Und eine Handvoll  Fachzeitschriften wie z. B. <a href="http://druck-medien.net/aktuell/aktuelle-ausgabe">Druck &amp; Medien </a>(zumindest gelegentlich) oder <a href="http://www.baumarktmanager.de">Baumarktmanager</a> (meistens) machen es ja vor. Liegt es wirklich nur daran, dass geeignete Personenaufnahmen teuer und schwer zu beschaffen sind?</p>
<p>Vor einigen Monaten haben wir selbst für einen Beratungskunden anlässlich einer wichtigen Messe die Probe aufs Exempel gemacht – wir haben Storys entwickelt, haben dafür Kunden unseres Kunden mit ins Boot geholt, haben Fotoshootings betreut und in jeder Hinsicht hochwertiges Bildmaterial zur Verfügung gestellt (für die Titelseite und den Innenteil). Und doch waren die Schwierigkeiten groß (wohlgemerkt bei Titelseiten, die man gegen Geld käuflich erwerben kann): „Das haben wir noch nie gemacht“, war noch einer der harmlosesten Kommentare. „Dann könnten die Leser vielleicht meinen, es wäre unsere Entscheidung gewesen, die betreffende Person herauszuheben.“ In der Tat, der Eindruck könnte entstehen. Aber was wäre falsch daran, wenn Redaktionen es wirklich täten? Vor allem, wenn es auch tatsächlich eine Story hinter dem Bild gibt (was hier der Fall war). Es wäre einfach nur Ausdruck journalistischer Kompetenz, die eben u. a. darin besteht, dem Leser zu sagen, was wichtig ist oder wird. In unserem Beispiel war das Unternehmen jedenfalls auch deshalb anschließend Messegespräch Nr. 1 (was den Fachzeitschriften bestimmt nicht geschadet hat). Ob das auch gelungen wäre, wenn es in Aktenshreddern, Tintenstrahldruckern oder Abfüllanlagen auf der Titelseite gedacht hätte?<br />
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