04/26/2010
Alles aus oder wie?
Zwei erschütternde Nachrichten erreichten uns an diesem Montagmorgen: Der bekannte britische Kosmologe Stephen Hawking warnt vor einer anderen Zivilisation im All und infolgedessen vor einer feindlichen Übernahme der Erde. Kurzfristig noch viel schlimmer: Horst Wagner, Chef Agenturgruppe Pixelpark, behauptet: „In fünf Jahren gibt es keine Agenturen mehr.“ Zumindest lautet so die Headline in der Fachzeitschrift One-to-One (Untertitel: „Dialog über alle Medien“). Lassen wir Hawking mal Hawking sein, er ist immer schwere Kost, erst recht an Montagen. Aber das mit den Agenturen beschäftigt uns, schon aus eigenem Interesse. Nun sind wir ja wirklich Anhänger von knackigen Headlines (siehe Blogeintrag vom 28. März 2010). Aber hier haben wir schon Zweifel, ob die Überschrift den Inhalt angemessen transportiert. Liest man nämlich den Beitrag, sagt Horst Wagner bloß: „Seiner Meinung nach wird es in den nächsten fünf Jahren keine Agentur mehr geben, die so arbeitet, wie es heute noch üblich ist.“ Na ja, das ist schon eine gravierende Einschränkung. Welches Unternehmen weiß denn überhaupt, ob es in fünf Jahren noch so arbeitet, „wie es heute üblich ist“? Immerhin hat Herr Wagner aber auch gleich die Lösung parat: „Er selbst lehnt die Bezeichnung Agentur für sein Unternehmen konsequenterweise ab“, schreibt One-to-One beinahe ehrfurchtsvoll. O-Ton Wagner: „Wir verstehen uns nicht als Agentur, sondern als Dienstleister, der sich mit den Zielgruppen seiner Kunden auskennt.“ Boah! Vielleicht sollten wir mal schnell Aktien von Pixelpark kaufen. Die kosten im Moment rund 20 Cent das Stück. Wenn das kein Schnäppchen ist! Und das am Montag.
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